White Island am Lough Erne

Mittwoch, 8. April 2009

Kapitän auf einem Hausboot

Kapitän auf einem Hausboot.
Liebe Leser,
Ja wer möchte das nicht. Zuerst noch etwas zum Begriff Hausboot. Der Name Hausboot hat sich mittlerweile einfach so eingebürgert, denn eigentlich sind es Motoryachten (MY). Die richtigen Hausboote dagegen sind festlegende schwimmende Wohnungen, die sind aber bei uns nicht gemeint.
Wie dem auch immer sei, Motoryacht gefällt mir auch besser, aber bleiben wir doch beim eingebürgerten Hausboot.
Vergleichbar ist es mit einem sehr großen Motorhome, nur hat es den wesentlich größeren Vorteil, dass man damit in der freien Natur fast überall anlegen oder ankern kann.
Mit einem Motorhome haben Sie da mittlerweile schon erhebliche Einschränkungen. Nicht einmal auf den Parkplätzen ist eien Übernachtung mehr zugelassen.
Noch einen wesentlichen Vorteil haben Sie mit dem Hausboot, denn sowohl die Wasserversorgung als auch die Entsorgung funktoniert da wesentlich besser, da ein Boot natürlich wesentlich mehr Gewicht aufnehmen kann.
Mittlerweile hat schon fast jedes Land das früher einmal Wasserwege hatte, diese wieder renaturalisiert weil der Tourismus jetzt danach lechzt.
Und es ist wirklich so, keine andere Urlaubsart kann soviel bieten wie ein Hausbooturlaub.
Ein aktives Sportprogramm wie Fitnesszentrum brauchen Sie da nicht mehr, denn dies erledigen Sie alles ohne es zu merken, mehrfach am Tag. Dann sind Sie ständig in der frischen Luft und in der freien Natur. Die Familie ist auf dem Boot auch immer schön beisammen und übersichtlich.
Natürlich hatte es am Anfang auch ein wenig mit dem besuchten Ländern zu tun, denn der Bootsurlaub, oder die Hausboote wurden zuerst eigentlich in den angelsächsischen Ländern ursprünglich populär.
Der erste Bootsurlaub war auf dem Shannon in Irland, dann folgten die Norfolk Broads, der Lough Erne, dann der neue Waterway am Grand Canal und River Barrow.
Immer weiter hatten wir uns vorgearbeitet bis endlich der resaurierte wiedereröffnete Waterway Ballinamore & Ballyconnell Canal folgte, bei dem wir sogar die Jungfernfahrt mitmachen durften.
Danach erkundeten wir mehrfach den königlichen Highway, die Themse. Die Berliner Gewässer, Havel, Wannsee etc.
Auch der St. Johns River im schöne Florida wurde ausführlich erkundet, wobei uns besonders das milde Klima im März besonders gefiel, in den armen Quellen der Thermen konnte man auch baden.
Neben einigen anderen Zielen haben wir aber 2008 das bisherige absolute Highlight, die Masurische Seenplatte entdeckt.
Hier kommt der Kapitän auf einem Hausboot noch voll auf seine Kosten und auch die angebotenen Boote entsprechen voll dem Stand der Technik.
Dieses Bootsrevier hat nach allen Bewertungskriterien die höchste Note verdient. Natur voll intakt, Preis-Leistungsverhältnis sehr gut, Anreise gut, Verpflegung hervorragend, Bier ausgezeichnet. Landschaft pittoresk, Bevölkerung sehr freundlich, Wechselkurs sehr gut.
Bis jetzt nur 6 Hausboote.
Have a nice day
RJS
PS.: Falls Sie einen Reiseveranstalter suchen der „Kapitän auf einem Hausboot“ anbietet, dann schauen Sie mal bei http://www.wasserwege.net/index1.htm
Übrigens Literatur dazu erhalten Sie unter: http://www.wasserwege.net/shop.htm

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